Kurzbeschreibung zu Ablauf / Arbeitsmethode:

Kurzbeschreibung zu Ablauf / Arbeitsmethode:

Kurzbeschreibung zu Ablauf / Arbeitsmethode:

Projekt Weltethos

  1. Einleitung: «Projekt Weltethos» als Herausforderung für den Unterricht
  2. Situierung des Projektes im Rahmen des Luzerner Modells des Religionsunterrichts an Gymnasien
  3. Konzept und Zielsetzungen des «Projektes Weltethos»
  4. Projektverlauf: Einführung - Informationsphase - Projektphase - Auswertungs-phase
  5. Evaluation des Projektes
    5.1 Evaluation der Schüler/innen
    5.2 Weiterführende Perspektiven aus religionspädagogischer Sicht
  6. Anhang: Hinweise auf Literatur und Hilfsmittel

4. Projektverlauf

Die vier Projektphasen im Überblick:

Das Audio- und Videoprojekt zum Thema «Weltethos» gliederte sich in insgesamt vier Projektphasen, die jeweils aufeinander aufbauten. Zur Anwendung kamen dabei Unterrichtsbausteine mit verschiedenen Varianten, die je nach Klassen-Situation eingesetzt und gegebenenfalls auch angepasst wurden.

1. Phase: Einleitung ins Thema «Weltethos»

In dieser Phase ging es darum, die Schülerinnen und Schüler mit der Idee des Projektes «Weltethos» von Hans Küng vertraut zu machen und entsprechende Bezüge zur aktuellen gesellschaftlichen Situation herzustellen.

• Mit einer Analyse von aktuellen Zeitungsartikeln sollte beispielsweise die Erkenntnis Küngs, dass ein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen schwer zu realisieren ist, plausibel gemacht werden.

• Mit einer Strassenumfrage zu den verschiedenen Religionen führten sich die Schülerinnen und Schüler vor Augen, welche Klischees über die einzelnen Religionen in der Bevölkerung verbreitet sind. Nach der Durchführung des Projektes sollten eben diese Klischees mit den eigenen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit der entsprechenden Religion verglichen werden.

• Mit dem Interaktionsspiel «Bafa Bafa» sollten die Schülerinnen und Schüler selber erleben können, was es heisst, wenn Menschen in eine völlig neue Kultur mit anderen Normen und Werten eintauchen.

 

2. Informations-Phase

In dieser Phase des Projektes ging es darum, sich mit einigen grundlegenden Informationen zum gewählten Thema auseinanderzusetzen und danach die wichtigsten Erkenntnisse gegenüber der Klasse im Rahmen eines Vortrages zu präsentieren. Neben dem Studium von Unterlagen, die den einzelnen Gruppen abgegeben wurden, sollten die Schülerinnen und Schüler ergänzend auch eigene Informationsquellen (Bibliothek, Zeitschriften, Internet, Informationsstellen, Filme etc.) erschliessen. Auf Grund der Projektevaluation lässt sich sagen, dass diese Phase auch von Seiten der Schülerinnen und Schüler rückblickend als sinnvoll und notwendig eingestuft wurde: Der Grundtenor der Rückmeldungen war dahingehend, dass man bei den Gesprächen mit Angehörigen anderer Religionen eindeutig überfordert gewesen wäre, wenn man sich nicht vorher ein minimales Wissen über die betreffende Religion angeeignet hätte.

3. Projekt-Phase

Die eigentliche Projekt-Phase galt der Vorbereitung und Durchführung der Dreharbeiten und Interviews. Diese Phase, die den Höhepunkt des projektorientieren Unterrichts bildete, war für die beteiligten Schüler/innen ebenso intensiv wie faszinierend: Ein grosses Mass an Eigenverantwortung und Eigeninitative war hier vorausgesetzt, da die Dreh- und Schnittarbeiten für den Kurzfilm in Regel ausserhalb des regulären Stundenplans durchgeführt werden mussten, wobei die Schülerinnen und Schüler immerhin einen Teil der aufgewendeten Zeit kompensieren konnten.

Da die zeitlichen Möglichkeiten für eine eingehende Einführung in die technische Arbeit mit Videofilmen sehr begrenzt waren, wurde den Schülerinnen und Schülern von Anfang an signalisiert, dass die persönliche Erfahrung in der Begegnung mit Menschen anderer Religionen beim Filmprojekt wichtiger sei als die technische Perfektion des Films, den sie herstellen sollten.

Allerdings war bei vielen Gruppen die Faszination für die technischen Möglichkeiten der Filmproduktion so gross, dass sie während des Herstellungsprozesses im «learning by doing» eine erstaunliche Fertigkeit entwickelten.

4. Evaluations-Phase:

Unverzichtbarer Bestandteil des Projektes war die Evaluationsphase, bei der die Erfahrungen der einzelnen Gruppen ausgetauscht und die vorliegenden Ergebnisse kritisch ausgewertet wurden. Die Visionierung der Kurzfilme gab teilweise Anstösse zu intensiven Diskussionen sowohl über inhaltliche wie auch formale Aspekte der einzelnen Kurzfilme. Die Diskussion in der Klasse bot zudem die Möglichkeit, auch auf allfällige Fehlinformationen der Filme einzugehen oder vorhandene Missverständnisse zu klären. Nicht selten tauchten in dieser Phase auch Rückfragen auf, die sich auf die Religion des Christentums bezogen: Die Begegnung mit Angehörigen anderer Religionen bildete damit oft eine ideale Ausgangslage, um sich auch mit zentralen Fragen der eigenen Religion auseinanderzusetzen.

 

1. Phase:

  Variante A Variante B
Einleitung Einführung zum Thema «Projekt Weltethos»

• Die Entstehungsgeschichte

• Parlament der Weltreligionen / Erklärung zum Weltethos

• Arbeitsauftrag: Vier Grundregeln für ein globales Ethos gesucht (Unterrichtsbaustein 1)

• Film: «Frieden in dieser Welt» – Die Hoffnungen des Theologen Hans Küng» (SW3)

  Strassenumfrage zu den Weltreligionen:

Den Stereotypen und Klischees auf der Spur

(Unterrichtsbaustein 2)

Zeitungsanalyse:

«Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen»

(Unterrichtsbaustein 3)

  Weltkarte der Religionen:

Überblick über die Weltreligionen in ihrem geografischen und historischen Kontext (Karte und vergleichende Zeittafel)

Weltkarte der Krisenherde:

Wo sind politische Konflikte mit Religionen / Konfessionen verhängt? Wo wird die Religion für politische Zwecke instrumentalisiert?

  Interaktionsspiel «Bafa Bafa» 5

Kulturbegegnung spielerisch

erfahrbar gemacht

(Unterrichtsbaustein 4)

Ethik in den Religionen:

Die Gebote der verschiedenen Religionen im Überblick – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

(Unterrichtsbaustein 5)

 

  Gruppeneinteilung und Themenwahl:

• Hinduismus

• Buddhismus

• Judentum

• Islam

Themenwahl innerhalb der vier Weisungen:

• Kultur der Gewaltlosigkeit

• Kultur der Toleranz

• Kultur der Solidarität

• Kultur der Gleichheit

 

 

Als weiterführende Beispiele des Schulprojektes seien im Folgenden einige Unterrichtsbausteine kurz erläutert:

 

Unterrichtsbaustein 1: Die Suche eines minimalen Ethos

Unterrichtsziel: Die Schüler/innen machen sich mit den wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschieden bei den ethischen Normen der verschiedenen Weltreligionen vertraut und diskutieren die Möglichkeiten eines minimalen Ethos, an das sich alle Menschen halten sollten.

Kurzbeschreibung zu Ablauf / Arbeitsmethode:

1. In einem einleitenden Kurzvortrag beschreibt die Lehrperson Idee und Entstehungsgeschichte von Hans Küngs «Projekt Weltethos».

2. Arbeitsauftrag für die Schüler/innen: Zu zweit versuchen sie, vier Grundregeln zu definieren, die als minimales Ethos für alle Menschen Gültigkeit haben sollten. An Beispielen aus dem Alltag soll gezeigt werden, inwiefern die sogenannte «Goldene Regel» für das Zusammenleben unverzichtbar ist.

Anschliessend werden die Ergebnisse im Plenum ausgetauscht und mit den vier unverrückbaren Weisungen der «Erklärung zum Weltethos» verglichen.

3. Lektüre: Die Schüler/innen erhalten eine Zusammenstellung der Gebote in den fünf grossen Weltreligionen (Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam). Fragestellung: Wo liegen die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den ethischen Grundsätzen der verschiedenen Religionen? Lassen sich daraus ethische Grundprinzipien ableiten, die für alle Religionen Gültigkeit haben?

4. Die Ergebnisse werden im Plenum zusammengetragen. Die vier gemeinsamen Gebote («Du sollst nicht töten», «Du sollst nicht lügen», «Du sollst nicht stehlen», «Du sollst nicht Unzucht treiben») werden den vier Weisungen der Weltethos-Erklärung zugeordnet.

5. Als Abschluss und Zusammenfassung wird ein Ausschnitt aus dem Film

«Frieden in dieser Welt – Die Hoffnungen des Hans Küng» gezeigt.

 

Unterrichtsbaustein 2: Strassenumfrage

Unterrichtsziel: Die Schüler/innen werden sich der Stereotypen und Klischees bewusst, die über die die einzelnen Religionen existieren. Sie lernen, die vorhandenen Vorurteile kritisch zu hinterfragen und zu differenzieren.

1. Die einzelnen Schüler/innen werden nach dem Zufallsprinzip (z.B. Nummerieren von 1 bis 4) einer der vier grossen nichtchristlichen Religionen – Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Islam – zugeteilt. Während fünf Minuten schreiben sie in Form eines Mind-Mapping Stichworte auf, die ihnen zur entsprechenden Religion spontan einfallen. Die Zettel werden anschliessend eingesammelt und von der Lehrperson ausgewertet (Stichwort-Hitparade).

2. Die Schüler/innen erhalten 30 Minuten Zeit, um in Zweiergruppen an verschiedenen Orten im Umkreis der Schule und ihrer Umgebung (z.B. Mensa, Shoppingcenter, Bahnhof, Europaplatz etc.) eine Umfrage durchzuführen: Die einzelnen Gruppen notieren sich die Stichworte und Assoziationen, die von den PassantInnen zur jeweiligen Religion genannt werden.

3. Die verschiedenen Gruppen präsentieren im Plenum ihre Eindrücke und Ergebnisse von der Strassenumfrage. Die am häufigsten genannten Stichworte werden auf farbigen Zetteln (für jede Religion eine eigene Farbe) notiert.

4. Diskussion: Die genannten Stichworte und Klischees werden auf ihren Wahrheitsgehalt hin kritisch hinterfragt und an der Wandtafel in einer systematischen Ordnung gruppiert: z.B. nach dem Kriterium, ob die Stichworte grundsätzlich a) zutreffen b) zum Teil zutreffen oder c) falsch sind.

 

Unterrichtsbaustein 3: Zeitungsanalyse

Unterrichtsziel: Anhand von aktuellen Zeitungsartikeln lernen die Schüler/innen, die Komplexität von religiösen, politischen und sozialen Konflikten in verschiedenen Krisengebieten wahrzunehmen und zu analysieren.

1. Die Lehrperson projiziert mit dem Hellraumprojektor eine Folie, die in grossen Lettern das Zitat «Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen» zeigt. Frage an die Schüler/innen: Trifft der Inhalt dieses Satzes zu? Gibt es aktuellle Beispiele, die diese Aussage bestätigen?

2. Auf einer Weltkarte werden aktuelle Krisengebiete markiert, bei denen die Konfrontation zwischen verschiedenen Religionen bzw. Konfessionen eine Rolle spielen. Gleichzeitig werden die Zahlenverhältnisse der im betreffenden Gebiet lebenden Religionsgemeinschaften notiert.

3. Gruppen mit je vier SchülerInnen erhalten jeweils einen aktuellen Zeitungsbericht aus einem der genannten Krisengebiete. Aufgabenstellung: Die SchülerInnen lesen den vorliegenden Artikel und diskutieren anschliessend gemeinsam folgende Frage: Welches sind die Konfliktparteien, die miteinander im Streit liegen? Welches sind wichtigsten Konfliktpunkte und welche Rolle spielen dabei religiöse Motive? Inwieweit wird dabei die Religion für politische Interessen instrumentalisiert?

4. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen werden im Plenum präsentiert. Die Lehrperson arbeitet zusammen mit der Klasse die Rolle der Religion bei den einzelnen Konflikten heraus und zeigt auf, inwiefern die Religion auch für politische Interessen instrumentalisiert werden kann.

 

Unterrichtsbaustein 4: Interaktionsspiel «Bafa Bafa»

Unterrichtsziel: Auf spielerische Weise werden die SchülerInnen mit den Schwierigkeiten und Chancen der Kulturbegegnung vertraut und lernen, sich in die Situation von Menschen hineinzuversetzen, die sich in einer fremden Kultur zurechtfinden müssen.

1. Die Schüler/innen erhalten eine kurze Orientierung zum Ziel der Lektion: Mit einem Simulationsspiel können sie auf einfache Weise Erfahrungen machen, die sonst nur selten möglich sind. Es geht dabei um die Begegnung zwischen zwei völlig verschiedenen Kulturen und um unser eigenes Verhalten und Empfinden dabei.

2. Die Schüler/innen werden in zwei gleich grosse Gruppen oder «Kulturen» aufgeteilt, eine Alpha- und eine Beta-Kultur. In getrennten Räumen sollen sich die beiden Gruppen vorerst mit den Regeln der eigenen Kultur vertraut machen (Regeln werden mündlich erklärt und auf einem Blatt abgegeben, wobei die eine Kultur nichts von den Regeln der anderen Kultur erfahren darf).

3. Sobald alle die Regeln der eigenen Kultur verstanden, die notwendigen Materialien erhalten und etwas damit geübt haben, werden zwischen den beiden Kulturen Besucher/innen ausgetauscht. Diese suchen soviel wie möglich über die Werte und Gewohnheiten und das Funktionieren der anderen Kulturen herauszufinden. Nach fünf Minuten kehren die Besucher/innen wieder in ihre eigene Gruppe zurück und notieren, was sie herausbekommen haben.

4. Sobald alle Mitspielenden einmal bei der anderen Kultur zu Besuch waren, wird das Spiel abgebrochen. Dann folgt die Entschlüsselung und Auswertung des Simulationsspiels: Die beiden Gruppen tauschen gegenseitig ihre Beobachtungen und Erfahrungen aus und präsentieren die Regeln der einzelnen Kulturen. Anschliessend wird darüber diskutiert, inwieweit die gemachten Erfahrungen mit eigenen Erlebnissen, die man im Alltag gemacht hat, übereinstimmen und welche Regeln für einen toleranten Umgang zwischen den Kulturen berücksichtigt werden sollten.

 

2. Phase:

 

Informations-Phase

Lektüre: «Erklärung zum Weltethos – Die Deklaration des Parlaments der Weltreligionen»

Arbeitsauftrag: Welche Weisungen und Grundforderungen der Erklärung zum Weltethos werden bei einzelnen Religionsgemeinschaften (noch) nicht konsequent umgesetzt? Bei welchen besteht der grösste Konsens?

  Persönliche Annäherung ans gewählte Thema durch die Methode des Mind-Mapping / Brainstorming

Materialsammlung und Recherche:

Die einzelnen Gruppen erhalten erste Unterlagen zum gewählten Thema und suchen auf verschiedenen Kanälen nach weiteren Informationen (Bibliothek, Internet, Informationsstellen, etc.)

  Arbeitsauftrag: Jede Gruppe präsentiert der Klasse mit einem Vortrag einen knappen Überblick über das gewählte Thema.

Kriterien des Vortrages: Klarer Aufbau, Verständlichkeit, Veranschaulichung des Themas (Bilder, Folien, Film), Einbezug der Klasse (Diskussion).

  Präsentation des Vortrages

und Diskussion

  Nachbesprechung / Evaluation des Vortrags (gruppenweise)

 

 

Im Zusammenhang mit den vier unverrückbaren Weisungen zum Projekt «Weltethos» wurden von den Schülerinnen und Schülern folgende Themen gewählt:

Zur 1. Weisung:

• Krieg und Frieden / Umgang mit Gewalt

• Tier- und Umweltethik

• Umgang der Religionen mit Sterben und Tod

Zur 2. Weisung:

• Umgang der Religionen mit Armut und Besitz

Zur 3. Weisung:

• Toleranz oder Wahrheitsfanatismus?

(Auseinandersetzung mit Sekten)

Zur 4. Weisung:

• Die Stellung der Frau in den Religionen

• Umgang der Religionen mit Sexualität

Die Ergebnisse der einzelnen Interviews finden sich in der separaten Schülerdokumentation (Dokumentation 2).

 

3. Phase:

 

Projekt-Phase

Einführung zur Filmproduktion: 6

1. Visionierung eines kurzen Dokumentarfilms zum Thema «Frauen im Islam»: Kennenlernen filmischer Gestaltungsmittel

2. Übungen zu Kameraführung / Bildgestaltung – Nachbesprechung der Übung z.T. fächerübergreifend (Bildnerisches Gestalten)

  3. Kurzanleitung «Wir drehen einen Videofilm» 7 mit praktischen Tipps

4. Kurzeinführung in die Arbeit mit dem Video-Schnittgerät «Casablanca» (Dauer: 45 Minuten)

  Vermittlung möglicher Personen für das Film-Porträt

Schüler/innen nehmen mit ihren Gesprächspartnern selbständig Kontakt auf und führen ein Vorgespräch

Vermittlung möglicher Personen für die Interviews

Schüler/innen nehmen mit ihren Gesprächspartnern selbständig Kontakt auf und führen ein Vorgespräch

  Erstellen eines Filmkonzepts

mit Drehbuch / Expose / Script und Drehplan

Erstellen eines Interview-Konzepts

mit Frageraster zum gewählten Thema

  Dreharbeiten Interviews
  Filmschnitt Transkription
  Erstellen einer Dokumentation Erstellen einer Dokumentation

 

 

Folgende Personen stellten sich den SchülerInnen im Rahmen des Projektes Weltethos als GesprächspartnerInnen zur Verfügung:

• Leila Bouterâa Muslimische Schülerin, Kantonsschule Luzern

• Inan Yagbasan Muslimische Schülerin, Kantonsschule Luzern

• Erkan Oktay * Muslimischer Schüler, Kantonsschule Reussbühl

• NN (?) Imam * Türkische Moschee in Reussbühl

• Ron PrêtreJüdischer Schüler, Kantonsschule Luzern

• Norbert Holtz Jude in Luzern

• Tovia Ben Chorin * Rabbiner, Liberale Gemeinde in Zürich

• Hugo Benjamin Präsident der Jüdischen Gemeinde in Luzern

• Amy Cook Lurvey * Jüdin in Amerika

• NN (?) Buddhistin * Buddhistisches Kloster in Gelfingen LU

• NN (?), Buddhist * Buddhistisches Zentrum, Rössligasse 14, Luzern

• Barbara Ineichen * Konvertierte Buddhistin, Horw

• Frau Amri * Konvertierte Muslima, Kriens

• Lama Ole Nydahl * Buddhistischer Lehrer der Karma-Kagyü-Linie «Das grosse Siegel»

• Marcel Brodersen Ex-Scientologe, Zürich (2. Weisung: Fanatismus)

• C. Matter * Zeugen Jehovas, Emmenbrücke

 

• Dr. Franz Dähler Theologe, Kriens (zum Thema Sexualitä)

• Dr. Christian Jäggi Religionsethnologe, Meggen

• Dr. David Krieger Religionswissenschafter/Dozent UHL, Luzern

• Simone Rosenkranz Judastin und Islamwissenschafterin

• Pfr. Martin Scheidegger Sektenberatungsstelle, Luzern

• Dr. Clemens Thoma Judaistik-Professor, Luzern

* Die mit dem Stern bezeichneten Personen wurden von den Schüler/innen auf eigene Initiative (ohne direkte Vermittlung durch die Lehrperson) kontaktiert

 

4. Phase:

Evaluations-

Phase

Präsentation der einzelnen Kurzfilme

mit anschliessender Diskussion in der Klasse:

• Filmgruppe berichtet über die gemachten Erfahrungen, Erfolgserlebnisse und Schwierigkeiten.

• Stärken und Schwächen des Films werden diskutiert.

• Gemeinsam werden mögliche Schlussfolgerungen für das «Projekt Weltethos» gezogen

Präsentation der Interviews

mit anschliessender Diskussion in der Klasse

• Gruppen berichten über die gemachten Erfahrungen, Erfolgserlebnisse und Schwierigkeiten.

• Stärken und Schwächen der Interviews werden diskutiert.

• Gemeinsam werden mögliche Schlussfolgerungen für das «Projekt Weltethos» gezogen

  Schriftliche Evaluation

Schüler/innen und Schüler nehmen eine persönliche Auswertung des Projektes vor:

• Was habe ich konkret durch das Projekt gelernt?

• Inwiefern hat sich mein Bild von der betreffenden Religion durch die Begegnung verändert?

• Welche Schwierigkeiten waren zu lösen?

  Mündliche Evaluation: Nachbesprechung mit den einzelnen Gruppen
  Evaluation mit anderen Lehrpersonen:

Drei Lehrpersonen aus verschiedenen Fachbereichen (Bildnerisches Gestalten, Deutsch/Medienpädagogik, Ethik/Philosophie) visionieren die einzelnen Filme.

• Prämierung der besten Ergebnisse

• Austausch über Möglichkeiten und Grenzen des

Audio-/Videoprojektes

  Erstellung eines Schlussberichtes

 


5 «Bafa Bafa» heisst ein Gruppen- und Simulationsspiel, das vom Hilfswerk «Brot für alle» herausgegeben wurde. Eine Kopie der Spielanleitung kann der sparaten Dokumentation 1 entnommen werden.

6 Die technische Anleitung zur Produktion des Kurzfilms erfolgte beim vorliegenden Projekt in einem minimalen Zeitrahmen von nur etwa 2-3 Stunden. Da die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema im Vordergrund stand, wurde nicht in erster Linie technische Perfektion angestrebt: Als Grundsatz hatte hier deshalb das Prinzip «learning by doing» Geltung.

7 Die Kurzanleitung «Wir drehen einen Videofilm» wurde den Schülerinnen und Schülern auch schriftlich abgegeben (Anleitung kann in der separaten Dokumentation 1 nachgeschlagen werden)